Anerkennung und Gewalt an Schulen: Eine evidenzbasierte und by Tilmann Kammler

By Tilmann Kammler

Wie wirken sich schulische und familiäre Anerkennungskonflikte auf das Selbstkonzept von SchülerInnen, auf deren Zugehörigkeit zu aggressiven Peergroups und auf die von ihnen gezeigte Gewalt im Schulalltag aus? Tilmann Kammler nutzt zur Klärung dieser Fragen ein umfangreiches Messinstrument, das neben Teilen aus bestehenden Studien (Forschungsgruppe Schulevaluation, PISA u. a.) auch neue Operationalisierungen zur Verfügung stellt. Neben der Befragungen von 530 SchülerInnen und der Erarbeitung von Strukturgleichungsmodellen führt der Autor eine experimentelle Intervention durch, bei der er davon ausgeht, dass von Misserfolgen und Desintegration geprägte SchülerInnen durch institutionelle und strukturelle Anerkennung ein positives Selbstkonzept entwickeln und in der Folge seltener Gewalt zeigen. Der Verlauf und die Folgen der Intervention werden durch einen Methodenmix umfassend analysiert und dokumentiert. Neben einer Überprüfung zentraler Thesen des Desintegrationsansatzes von Wilhelm Heitmeyer und der Anerkennungstheorie Axel Honneths liefert der Autor auch praktische Empfehlungen für den Schulalltag.

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2005), S. 89 Schwind, H. ; Baumann, J. et al. 1), S. ; Pollmer, K. (2000), S. ; Ettrich, K. U. (2006), S. ; Gerrig, R. J. (1996), S. ; Ettrich, K. U. (2006), S. 70 ff. ebenda, S. 66 Theoretische Grundlagen der Gewaltgenese 53 halten, die alle im oben erläuterten Sinne auch Merkmale mangelnder sozioemotionaler Anerkennung sind:113 Ungünstiges elterliches Erziehungsverhalten: ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ Gewalt und Aggression als tradierte bzw. gelernte Konfliktlösestrategien, Paarkonflikt und unklare häusliche bzw.

79 Vgl. 80 Vgl. Schubarth, W. (2000), S. 22 f. ; Heitmeyer, W. (2005), S. 82 Albrecht, G. (2002), S. ; Heitmeyer, W. (2005), S. 80 Petermann, F. (1998 b), S. 1017 ebenda, S. 83 Ritsert, J. (2007), S. 80 ff. Theoretische Grundlagen der Gewaltgenese 47 Unfähigkeit (im Sinne der Beeinträchtigung von Fähigkeiten anderer Personen), 4. Verursache keinen Verlust von Freiheiten und Chancen, 5. “81 Im 16. Jahrhundert wurde der Begriff anerkennen mit dem Wort erkennen gleichgesetzt. Erst mit den Arbeiten Johann Gottlieb Fichtes im 18.

Sitzer, P. (2002), S. 2 Honneth, A. (1992), S. ; Heitmeyer, W. (2005), S. 87 ebenda, S. 108 Das Kind schafft es dann nicht, ausreichende Kompetenzen zur Selbstregulation zu erwerben und weist später meist Entwicklungsdefizite auf – wie bspw. Empathiemangel, Identitäts- und Selbstwertstörungen. Besonders zwei Erziehungsstile werden in Bezug auf die Regelhaftigkeit des Erziehungsverhaltens von Ettrich und Ettrich als schädlich charakterisiert: Zum einen gilt ein vermeidendes und durch unklare Regeln gekennzeichnetes Verhalten der Eltern als schädlich; zum anderen wird eine autoritäre und rigide Art und Weise, die Kinder zu kontrollieren und zu dominieren, sodass sie nur wenige Freiräume haben und v.

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