Bildung und Anerkennung: Soziale Voraussetzungen von by Krassimir Stojanov

By Krassimir Stojanov

Krassimir Stojanov entwickelt eine Theorieperspektive auf die sozial-intersubjektiven Voraussetzungen und Verlaufsmuster von Bildungsprozessen unter posttraditionellen Bedingungen. Dies geschieht auf der Grundlage einer bildungstheoretischen Umsetzung und Erweiterung des neuen anerkennungstheoretischen Ansatzes. Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass die Fähigkeit zur intersubjektiven Anerkennung in ihren unterschiedlichen Formen das Kernstück pädagogischer Professionalität ausmacht. Die Kultivierung dieser Fähigkeit erfordert die systematische Aufarbeitung der eigenen Erziehungs- und Bildungsbiographie.

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Demzufolge gehoren Begriffe dem Raum der Grunde („space of reasons") und nicht dem Raum der Naturkausalitat an (vgl. McDowell 1996, S. 5-7). Diese zwei Wirklichkeitsbereiche unterscheiden sich in mehreren Hinsichten voneinander. Die erste von ihnen wurde schon erwahnt: Seit Kant wissen wir, dass Begriffsbildung eine Verkorperung subjektiver Freiheit und Spontaneitat ist. Die Normen der Begriffsbildung sind keine fixierten, bewusstseinsunabhangigen Naturgesetzte, vielmehr erfordern sie die Zustimmung und die Interpretation der sie anwendenden Subjekte.

S. 153). Diesen Primat leitet Koller im Wesentlichen von der sprachphilosophischen Konzeption Lyotards ab und betrachtet ihn als Grundmotiv der gesellschaftstheoretischen Wende in der Bildungstheorie, die in den Bemiihungen bestehe, „Bildung" von den diskursiven Verflechtungen des Einzelnen her zu entschliisseln (vgl. Koller 2000, S. 302ff; 311). Diese Verflechtungen seien wiederum als kontingente Verkettungen von Satzen zu verstehen, die sich widerstreitende, unhintergehbar-plurale Diskursarten bildeten, die erst Subjektivitat hervorbrachten (vgl.

In der Tat halt Marotzkis Alternativkonzept von biographischen Bildungsprozessen an einem solchen Subjektbegriff fest. Ohne diesen ware der Biographisierungsprozess selbst nicht widerspruchsfrei zu erfassen, da es sich hierbei um einen von auften nicht determinierten und daher autonomen subjektiven Vorgang der Sinnverleihung an Ereignisse des Lebenslaufs handelt, bei dem ein koharenter Zusammenhang zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hergestellt wird (vgl. Marotzki 1990, S. 135), der gleichwohl durch seine Offenheit gekennzeichnet ist.

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